Ablauf, Voraussetzungen und häufige Fragen
Training & Beritt auf den Mühlenhöfen
Training & Beritt – Ablauf auf den Mühlenhöfen
Wenn du darüber nachdenkst, dein Pferd in Beritt zu geben, entstehen oft viele Fragen:
Wie läuft der Beritt genau ab?
Was passiert in den ersten Wochen?
Wie wird mein Pferd aufgebaut?
Und wann ist der richtige Zeitpunkt für den Start?
Der Beritt sowie das Intensivtraining finden ausschließlich vor Ort auf den Mühlenhöfen in Porta Westfalica statt. So stellen wir sicher, dass dein Pferd in einer ruhigen, strukturierten Umgebung trainiert wird und wir optimale Bedingungen für eine nachhaltige Ausbildung schaffen können.
Unsere Arbeit orientiert sich an den Grundsätzen der altkalifornischen Reitweise sowie an klassischen Elementen der Reitkunst. Dabei verbinden wir feine Hilfengebung, klare Struktur und pferdegerechte Gymnastizierung zu einem durchdachten Ausbildungskonzept. Bodenarbeit, Handarbeit und Reiten greifen ineinander und bauen systematisch aufeinander auf.
Ob Jungpferd, sensibler Charakter oder Korrekturpferd, jedes Pferd wird individuell betrachtet und in seinem eigenen Tempo gefördert. Im Mittelpunkt stehen Vertrauen, Losgelassenheit und eine verständliche Kommunikation zwischen Pferd und Mensch.
Transparenz ist uns besonders wichtig. Deshalb findest du hier den genauen Ablauf von Training und Beritt, die Voraussetzungen für den Start sowie Antworten auf häufige Fragen rund um das Thema Pferdetraining auf den Mühlenhöfen.

Voraussetzungen für Training und Beritt
Damit das Training sinnvoll und pferdegerecht aufgebaut werden kann, sollten einige Voraussetzungen erfüllt sein.
Wir nehmen Pferde ab einem Alter von vier Jahren in den Beritt auf. In diesem Alter sind viele Pferde körperlich und mental soweit entwickelt, dass sie ruhig und verständlich an die Arbeit unter dem Sattel herangeführt werden können.
Zusätzlich sollte dein Pferd vor Beginn des Trainings einmal gesundheitlich überprüft werden. Häufig liegen Trainingsprobleme nicht im Verhalten, sondern haben körperliche Ursachen.
Vor dem Trainingsstart sollten daher folgende Punkte erledigt sein:
Dein Pferd wurde tierärztlich durchgecheckt, um mögliche Erkrankungen oder Befunde auszuschließen oder diese im Training berücksichtigen zu können
Die Zähne wurden kontrolliert und bei Bedarf behandelt
Eine osteopathische Kontrolle hat stattgefunden
Die Hufe befinden sich durch eine regelmäßige und fachgerechte Bearbeitung in einem guten Zustand
Das Pferd verfügt über einen gültigen Impfschutz gegen Influenza und Tetanus
Sollten einzelne Punkte noch offen sein, unterstützen wir dich gern bei der Organisation oder vermitteln bei Bedarf Kontakte zu erfahrenen Fachleuten aus unserem Netzwerk. Diese Grundlage ermöglicht es uns, das Training strukturiert aufzubauen und die körperliche Entwicklung deines Pferdes bestmöglich zu unterstützen.

1. Persönliches Kennenlernen vor Ort
Am Anfang steht immer, wenn möglich, ein persönliches Kennenlernen auf den Mühlenhöfen in Porta Westfalica.
Uns ist wichtig, dass du dir selbst ein Bild von unserer Anlage, der Haltungsform und der Trainingsumgebung machen kannst. Beritt und Intensivtraining finden ausschließlich bei uns vor Ort statt. Deshalb nehmen wir uns Zeit für ein ruhiges Gespräch in dieser Umgebung.
Gemeinsam schauen wir auf dein Pferd und eure aktuelle Situation. Wo steht dein Pferd in seiner Ausbildung? Welche Erfahrungen hat es bereits gemacht? Welche Ziele wünschst du dir für euch als Team?
Wir besprechen, ob Vollberitt, Teilberitt oder eine andere Form der Begleitung für euch sinnvoll ist und wie der zeitliche Rahmen aussehen kann. Dabei geht es nicht um schnelle Entscheidungen, sondern um eine ehrliche Einschätzung und eine realistische Planung.
Das Kennenlernen schafft die Grundlage für alles Weitere. Nur wenn Erwartungen, Möglichkeiten und Ziele klar sind, kann Training nachhaltig und im Sinne des Pferdes aufgebaut werden.

2. Ankommen und Eingewöhnung
Wenn dein Pferd zu uns in den Beritt kommt, darf es zunächst in Ruhe ankommen.
Eine neue Umgebung bringt viele Eindrücke mit sich. Deshalb bekommt jedes Trainingspferd bei uns einen eigenen Paddock und je nach Jahreszeit eine eigene Weidefläche neben einer bestehenden Herde. So hat dein Pferd sozialen Kontakt, ohne direkt integriert zu werden.
Diese Form der Unterbringung sorgt für Sicherheit, klare Strukturen und einen ruhigen Start. Dein Pferd kann beobachten, sich orientieren und Schritt für Schritt Vertrauen aufbauen.
In dieser Phase schauen wir genau hin:
Wie bewegt sich dein Pferd?
Wie reagiert es auf neue Situationen?
Wie geht es mit Nähe und Distanz um?
Wir beginnen nicht mit intensivem Training, sondern schaffen zunächst Stabilität im Alltag. Erst wenn dein Pferd innerlich angekommen ist, starten wir mit dem gezielten Trainingsaufbau.
So entsteht von Anfang an eine ruhige und verlässliche Basis für die weitere Ausbildung.
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3. Individueller Trainingsaufbau
Nach der Eingewöhnungsphase beginnt der strukturierte Trainingsaufbau.
Jedes Pferd bringt eine eigene Geschichte mit. Manche kommen als Jungpferd in die Grundausbildung, andere sind bereits angeritten oder geritten und benötigen Korrektur oder eine feinere Weiterentwicklung.
Bei jungen Pferden legen wir besonderen Wert auf eine solide Basis. Bodenarbeit und Handarbeit helfen, Balance aufzubauen, Signale zu verstehen und Vertrauen in die Führung zu entwickeln. Erst wenn diese Grundlage stabil ist, übertragen wir die Arbeit schrittweise unter den Sattel.
Bei bereits gerittenen Pferden analysieren wir zunächst den aktuellen Stand. Wo liegen Stärken? Wo zeigen sich Unsicherheiten oder körperliche Kompensationen? Oft geht es darum, Missverständnisse aufzulösen, die Kommunikation zu verfeinern oder die Gymnastizierung neu aufzubauen.
Unsere Arbeit orientiert sich an den Grundsätzen der altkalifornischen Reitweise sowie an klassischen Elementen der Reitkunst. Unabhängig vom Ausbildungsstand steht immer die feine, verständliche Hilfengebung im Mittelpunkt. Das Pferd soll lernen, in Balance zu arbeiten, mental präsent zu bleiben und Aufgaben ruhig und klar anzunehmen.
Unser Ziel ist keine schnelle Veränderung, sondern eine nachhaltige Entwicklung, die euch als Team langfristig stärkt.

4. Einbindung der Besitzerin oder des Besitzers
Ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit ist die aktive Einbindung von dir als Besitzerin oder Besitzer.
Beritt bedeutet für uns nicht, ein Pferd „fertig auszubilden“ und anschließend zu übergeben. Ziel ist immer, dass ihr als Team zusammenwachst und die Entwicklung langfristig weiterführen könnt.
Während der Trainingszeit halten wir dich über den Fortschritt auf dem Laufenden. Je nach Situation arbeiten wir gemeinsam vor Ort, erklären Trainingsschritte und zeigen dir, worauf es in der Kommunikation mit deinem Pferd ankommt.
Gerade in der altkalifornischen Reitweise und in der klassischen Reitkunst spielen Gefühl, Timing und feine Hilfengebung eine große Rolle. Diese Aspekte lassen sich nicht einfach übergeben, sie müssen erlebt und verstanden werden.
Deshalb legen wir Wert darauf, dass du aktiv in den Prozess eingebunden wirst. So entsteht nicht nur ein ausgebildetes Pferd, sondern ein klareres, sichereres Miteinander zwischen euch.

5. Übergang und weitere Begleitung
Gegen Ende der vereinbarten Trainingszeit schauen wir gemeinsam, wo dein Pferd aktuell steht und welche nächsten Schritte sinnvoll sind.
Manche Pferde kehren nach einer klar definierten Ausbildungsphase nach Hause zurück. Andere bleiben noch etwas länger, wenn bestimmte Themen weiter gefestigt werden sollen. Die Entscheidung treffen wir gemeinsam auf Basis der tatsächlichen Entwicklung.
Uns ist wichtig, dass der Übergang gut vorbereitet ist. Deshalb arbeiten wir vor der Rückkehr intensiv zusammen, damit du die erarbeiteten Inhalte sicher übernehmen kannst. Du bekommst klare Orientierung, worauf du im Alltag achten solltest und wie du die Ausbildung sinnvoll fortführst.
Auch nach dem Beritt begleiten wir euch gern weiter. Unterricht ist auf den Mühlenhöfen möglich oder mobil in einem begrenzten Umkreis rund um Porta Westfalica. Außerhalb dieses Radius kannst du mit deinem Pferd zu uns auf die Anlage kommen.
Zusätzlich bieten wir Online-Unterricht an. Über Videoanalyse oder Live-Begleitung per Videocall können wir Trainingssituationen besprechen, Bewegungsabläufe analysieren und konkrete Trainingsschritte erarbeiten.
So endet der Beritt nicht abrupt, sondern geht in eine stabile und eigenständige Weiterentwicklung über.
Häufige Fragen zu Training und Beritt
Die Dauer hängt vom Ausbildungsstand und vom Ziel ab. Ein Jungpferd benötigt in der Regel mehrere Monate für einen ruhigen und soliden Start unter dem Sattel. Bei Korrektur- oder Trainingspferden richtet sich die Dauer nach der Ausgangssituation und den gewünschten Veränderungen. Entscheidend ist nicht die Zeit, sondern die tatsächliche Entwicklung.
Im Vollberitt arbeiten wir in der Regel fünfmal pro Woche mit deinem Pferd. Dabei wechseln sich Bodenarbeit, Handarbeit und Reiten sinnvoll ab. Regeneration und mentale Verarbeitung sind ein fester Bestandteil des Trainings.
Ja. Besuche sind jederzeit möglich.
Du kannst dein Pferd gern besuchen und nach Absprache auch eigenständig mit ihm arbeiten. Transparenz ist für uns selbstverständlich. Zusätzlich integrieren wir dich aktiv in den Trainingsprozess und geben dir regelmäßig Unterricht, damit du die Entwicklung deines Pferdes miterleben und sicher weiterführen kannst.
Die Wahl der Zäumung besprechen wir gemeinsam beim persönlichen Kennenlernen.
Ob Bosal oder Gebiss, die Entscheidung liegt grundsätzlich bei dir als Besitzerin oder Besitzer. Wir beraten dich ehrlich und fachlich fundiert, was für dein Pferd und den Ausbildungsstand sinnvoll ist.
Bei der Wahl eines Gebisses empfehlen wir häufig eine Baucherstange, da sie eine ruhige Lage im Pferdemaul unterstützt. Wenn wir mit Bosal arbeiten, verwenden wir ausschließlich hochwertige handgefertigte Bosals.
Sollten wir im Laufe der Ausbildung feststellen, dass eine Anpassung sinnvoll ist, sprechen wir das immer mit dir ab. Veränderungen erfolgen nie ohne Rücksprache.
Wir begleiten Jungpferde ab vier Jahren ebenso wie bereits gerittene Pferde, die eine feinere Ausbildung oder Korrektur benötigen. Auch sensible oder unsichere Pferde profitieren von klarer Struktur und ruhiger Begleitung.
Nein. Wir arbeiten ohne starre Methoden oder Hilfszügel. Unsere Ausbildung orientiert sich an den Grundsätzen der altkalifornischen Reitweise sowie an Elementen der klassischen Reitkunst. Ziel ist eine feine, verständliche Kommunikation.
Dein Pferd sollte halfterführig sein, sich sicher händeln lassen und die Hufe geben. Außerdem setzen wir voraus, dass es zaunsicher ist und grundlegende Umgangsformen kennt.
Weitere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Wir holen jedes Pferd dort ab, wo es steht.
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